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News 2019-08-12T16:12:06+02:00

WM Shareholder Rights Directive Hub

EVENTS

Coming soon

Know Your Shareholder – SRD II Hub von WM:
Die zentrale europäische Plattform zur Aktionärsidentifikation

Teilnehmer: registrierte Emittenten

Falls Sie Interesse an der Teilnahme haben, senden Sie uns bitte eine E-Mail.

06. Juni 2019

WM Seminar ARUG II – Novelle des DCGK (Deutscher Corporate Governance Kodex)

20. Mai 2019

Know your shareholder – SRD II Hub von WM:
Die zentrale europäische Plattform zur Erfüllung der Aktionärsrechterichtlinie

Teilnehmer: registrierte Intermediäre

04. April 2019

WM Arbeitskreis ARUG II

Teilnehmer: auf Einladung

NEWS

Aktuelle Berichterstattung in der Börsen-Zeitung

Sicherheit für sensible Daten vom 21.05.2019, Autor Detlef Fechtner

Recht der Emittenten ist Verpflichtung für Intermediäre vom 15.05.2019, Autor Torsten Ulrich, Geschäftsführer, WM Datenservice und Axel Schorn, Leiter Business Development, WM Datenservice

Berlin stärkt Aktionärsrechte vom 21.03.2019, Autor Angela Wefers

Neuerungen im Aktienrecht  01.12.2018, Autor Simon M. Weiß

Zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit  01.12.2018, Autor Dr. Oliver Rieckers

Der Referentenentwurf Arug II setzt neue Akzente im Aktienrecht  20.10.2018, Autor Sabine Wadewitz

Zusammenfassung: Ausgabe 14 der Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht – von Sascha Stiegler

Umsetzung in deutsches Recht

Die neu im Aktiengesetz einzufügenden §§ 67d ff. AktG betreffend die Identifikation von Aktionären dienen der Umsetzung vor allem des Art. 3a der im Jahr 2017 reformierten Aktionärsrechte-Richtlinie.

Gemäß der Ausgestaltung des Regierungsentwurfs erfolgt die Umsetzung in deutsches Recht dabei überwiegend richtlinienkonform und auch an vielen Stellen annähernd wortgleich mit den europäischen Vorgaben. Aufgrund der erweiterten Verweise auf die Durchführungsverordnung 2018/1212 gilt dies für den Regierungsentwurf sogar noch mehr als für den vorher veröffentlichten Referentenentwurf.

Aktionärsidentifizierung nur bei börsennotierten Gesellschaften.

Die reformierte Aktionärsrechte-Richtlinie sieht ein umfassendes Recht der Gesellschaft auf Aktionärsidentifizierung vor. Sowohl der Referentenentwurf als nun auch der Regierungsentwurf beschränken sich jedoch auf die Verpflichtung der Intermediäre in diesem Zusammenhang.

Sofern daher Inhaberaktien ohne die Zwischenschaltung eines Intermediärs an der Gesellschaft gehalten werden, kommt der Regierungsentwurf betreffend der §§ 67d ff. AktG Reg-E seiner Umsetzungsverpflichtung nicht vollständig nach. Es bedarf weiterhin der Nachbesserung.

Schwellenwert bei Aktionärsidentifizierung

Sowohl der Referentenentwurf als nun auch der Regierungsentwurf verzichtet zu Recht auf die Einführung eines Schwellenwertes betreffend der Aktionärsidentifizierung.

Zwar wird die Einführung eines entsprechendes Schwellenwertes bis zu 0,5% der Kapitalanteile oder Stimmrechte durch die Richtlinie ermöglicht, eine Differenzierung in Abhängigkeit von der prozentualen Beteiligung eines Aktionärs an einer börsennotierten Gesellschaft erscheint jedoch nicht sachgerecht. Die mangelnde Umsetzung der Mitgliedstaatenoption des Art. 3a Abs. 1 Satz 2 Aktionärsrechte-RL ist daher zu befürworten.

Aktionärsidentifizierung bei Intermediärsketten

Der Regierungsentwurf setzt sich ausführlich mit der Aktionärsidentifizierung durch die Gesellschaft im Fall von Intermediärsketten auseinander. Dies ist auch berechtigt, da hier in der Praxis einer der Hauptanwendungsfälle der Neuregelungen liegen wird.[1]

Bezogen auf die Übermittlungspflicht der Aktionärsinformationen an die Gesellschaft unterscheidet sich die entsprechende Regelung des Regierungsentwurfs jedoch von der europäischen Vorgabe, da nicht auf den die Aktionärsinformation besitzenden Intermediär abgestellt wird, sondern auf den Letztintermediär, der die Aktien für den betroffenen Aktionär hält.

Nachbesserungsbedarf bei der Aktionärsidentifizierung

Verfügt ein Intermediär als Kettenmitglied daher anderweitig über die angefragten Aktionärsinformationen, obwohl er keine Aktien der anfragenden Gesellschaft für den Aktionär verwahrt, ist § 67 Abs. 4 Satz 1 AktG-Reg-E nicht richtlinienkonform und insofern nachzubessern.

Die Regelungen der reformierten Aktionärsrechte-Richtlinie betreffend die Verarbeitung personenbezogener Aktionärsdaten sowie Fragen der Kostentragung, werden vom Regierungsentwurf grundsätzlich nah am Wortlaut des Art. 3a Abs. 4 bzw. Art. 3d Aktionärsrechte-RL umgesetzt und sind insofern weitgehend richtlinienkonform.“